Für diesen Bausatz benötigen Sie noch eine 4,5V - Flachbatterie, einen kleinen Schraubenzieher für die Lüsterklemmen, ein Glas mit Wasser, 1 Eßlöffel Speisesalz. Die Verbindung mit der Batterie wird hergestellt, indem 2 Kabel an je einem Ende ca. 3 cm abisoliert werden und diese blanken Drahtenden fest um die Anschlußfahnen der Batterie gewickelt werden. Diese Enden müssen unbedingt blank sein, nicht die Isolation der Kabel mit umwickeln! Dann gibt es keinen elektrischen Kontakt und die Experimente funktionieren nicht! Es ist auch darauf zu achten, daß die Batterie voll ist! Die Enden, die die Schrauben in den Lüsterklemmen berühren, müssen auch blank abisoliert sein! Nicht die Isolation festschrauben! Bitte die Schrauben nicht zu fest drehen, weil sonst die Kabel beschädigt werden und abbrechen! Die Drähte des Lämpchens besonders vorsichtig einzeln in je eine Klemme stecken und darauf achten, daß die Schraube der Klemme auch den Draht festschraubt (zum Test etwas am Draht des Lämpchens ziehen, der Draht darf sich nicht lösen).
Das Lämpchen wird, wie in der Zeichnung angegeben, mit der Batterie verbunden. Nicht beide Drähte des Lämpchens in eine gemeinsame Klemme der Lüsterklemme stecken! Jeder Draht kommt in eine eigene Klemme! Die beiden blanken Drähte des Lämpchens dürfen sich nicht berühren! Wenn alles richtig gemacht wurde, leuchtet das Lämpchen auf. Anstelle der Lampe kann auch der Motor angeschlossen werden.
Um den beiliegenden Zinknagel, silberfarbig, werden ca. 30 Windungen von dem dünnen, 50 cm langem Kabel gewickelt und kurz mit der Batterie verbunden. Der Stromfluß bewirkt, daß der Nagel magnetisch wird und kleinere Eisenteile wie z.B. Büroklammern oder Heftzwecken anzieht. Dieses Experiment sollte nur sehr kurzzeitig (max. 10 Sekunden) gemacht werden, weil aufgrund des hohen Stromverbrauchs sonst die Batterie sehr schnell leer wird.
Zunächst wird die beiliegende Spule über den Kompaß geschoben und so hingelegt, daß die Nadel längs zur Spule zeigt (in der Zeichnung steht die Nadel quer zur Spule). Es dürfen sich keine Eisenteile, Magnete oder Elektrogeräte in der Nähe befinden! Etwas Pappe oder 2 Stückchen Holz unter den Kompaß legen, damit dieser gerade liegt und die Nadel sich frei bewegen kann! Wenn jetzt die Batterie angeklemmt wird, leuchtet das Lämpchen auf und die Nadel stellt sich quer zur Spule! Wenn der Strom wieder abgeschaltet wird, dreht sich die Kompaßnadel wieder nach Norden (längs zur Spule). Die Nadel wird von der stromdurchflossenen Spule magnetisch abgelenkt.
Es wird ein einfacher Stromkreis mit Motor und Batterie aufgebaut. Zusätzlich wird ein kurzer Antennendraht von ca. 25 cm Länge mit angeschlossen. Wenn der laufende Motor direkt neben ein Radio gestellt wird, dann hört man auf dem Langwellen- oder Mittelwellenbereich in ca. 1...2 m Entfernung vom Motor ein lautes Prasseln. Die Abstimmung muß dabei so verdreht werden, daß kein Radiosender empfangen wird. Mit einem längeren Antennendraht (über 5 Meter) können auch größere Reichweiten erzielt werden. Wenn der Strom kurzzeitig ein- und ausgeschaltet wird, können auch Morsezeichen ins Nebenzimmer gesendet werden. Das Sendesignal wird vom Abrißfunken im Motor erzeugt.
Wenn die Motorachse mit der Hand gedreht wird, erzeugt der Motor Strom. Der Kompaß mit der Spule wird wie in Experiment 3 mit frei pendelnder Nadel, Nadelstellung längs zur Spule, aufgebaut. Die Verdrahtung erfolgt gemäß Zeichnung. Je nach Motordrehung wird Strom erzeugt und die Nadel schlägt nach links oder rechts aus. Wenn der Motor mit einem Windrad versehen wird und sehr schnelle Drehzahlen macht, kann er evtl. auch ein Lämpchen zum Leuchten bringen.
Für den Selbstbau einer schwachen, einfachen Batteriezelle füllen wir Wasser und 1 Eßlöffel Speisesalz in ein Wasserglas. Der Zinknagel und der Kupfernagel werden so in das Wasser getaucht, daß diese sich nicht gegenseitig berühren. Wenn wir jetzt das Kompaß-Strommeßgerät anschließen, bewegt sich der Zeiger und zeigt dadurch an, daß Strom fließt. Der Kompaß wird wie in Experiment 3 so ausgerichtet, daß der Zeiger, wenn kein Strom fließt, frei pendelnd längs zur Spule steht.
Auch Wasser kann Strom leiten, wenn es chemisch verunreinigt ist. Wir nehmen ein Glas mit Wasser und fügen 1 Eßlöffel Speisesalz hinzu. Wenn jetzt beide blanken Drahtenden gleichzeitig ins Wasser gehalten werden, zeigt das Kompaßmeßgerät an, daß Strom fließt. Evtl. glimmt auch das Lämpchen, wenn das Wasser sehr gut leitet.
Bei dem Anschluß einer Leuchtdiode muß auf die richtige Polarität geachtet werden (der längere Anschlußdraht kommt an den Pluspol der Batterie. Wenn sie anders herum angeschlossen wird, leuchtet sie nicht.). Außerdem brauchen normale Leuchtdioden einen Vorwiderstand, der die Stromaufnahme reduziert. In der beiliegenden Leuchtdiode ist der Vorwiderstand bereits fest eingebaut. Leuchtdioden zeichnen sich gegenüber Glühlämpchen durch eine wesentlich längere Lebensdauer und einen sehr viel geringeren Stromverbrauch aus. Wenn die LED gemäß nebenstehender Zeichnung angeschlossen wird, leuchtet sie.
Die Bedienungsanleitung gehört zu diesem Produkt. Sie enthält wichtige Hinweise zur Inbetriebnahme und Handhabung. Achten Sie hierauf, auch wenn Sie dieses Produkt an Dritte weitergeben.
Dieser Bausatz ist nicht für Personen unter 14 Jahren bestimmt (er hat keine CE Abnahme als Kinderspielzeug).
Setzen Sie diesen Bausatz keine hohen Temperaturen oder starken Vibrationen aus.
Die Inbetriebnahme ist von entsprechend qualifiziertem Personal durchzuführen, damit der sichere Betrieb dieses Produktes gewährleistet ist.
Die Betriebsspannung darf nur einer Batterie oder einem auf Sicherheit geprüften Netzteil entnommen werden.
In gewerblichen Einrichtungen sind die Unfallverhütungsvorschriften des Verbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaft für elektrische Anlagen und Betriebsmittel zu beachten.
In Schulen, in Ausbildungseinrichtungen, Hobby- und Selbsthilfewerkstätten ist das Betreiben dieses Gerätes durch geschultes Personal verantwortlich zu überwachen. Plazieren Sie das Gerät niemals in der Nähe von brennbaren, bzw. leicht entzündlichen Materialien (z.B. Vorhänge).
Bei Sach- oder Personenschäden, die durch Nichtbeachten der Bedienungsanleitung und dieser Sicherheitshinweise verursacht werden, sowie für deren Folgeschäden übernehmen wir keine Haftung.